Sorry: Schon wieder iPad vs. Galaxy Tab

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Werde ich jetzt hier zu einem reinen Technologie Blog?

Geplant ist das nicht und wird wohl auch nicht ausschließlich dazu verkommen. Aber ich habe die Möglichkeit bekommen ein Samsung Galaxy Tab übers Wochenende zu testen. Da habe ich zugegriffen und wollte sicherstellen, dass ich nicht aufgrund von Vorurteilen eine fehlerhafte Einschätzung getroffen habe.
Wenn ihr euch noch erinnert: hier habe ich meine Meinung und Schwerpunkte bereits einmal niedergeschrieben. Heute schreibe ich dazu ein update, da Weihnachten vor der Tür steht und sich  ja angeblich alle Kinder ein iPad wünschen. Da könnte also ein Galaxy Tab zur Alternative werden.

Zum Guten:

– Der Formfaktor ist etwas besser als gedacht. Auf der Couch, im Auto und im Bett macht das Ding eine gute Figur und ist etwas handlicher als das iPad. Aber zu groß, als das ich es öfter als das iPad mitnehmen würde. Da ist das iPhone sowieso immer dabei.
– Wenn man alles bei Google hat, also in einer vergleichbaren Abhängigkeit wie im Apple-Universum befindet, ist die Einrichtung auch einfach. Alle Emails, Kontakte, Kalender usw. werden sehr einfach synchronisiert.
– Die Widgets sind klasse. Ein echter Mehrwert für so ein mobiles Gerät! DAS hätte ich auch gerne auf den iOS Geräten.

Tja. Und nun zum Zweifelhaften:

1. FLASH: Wenn man der Presse und der Werbung glaubt, muss das ja ein wahnsinniger Nachteil des iPads sein. Also hatte ich mich schon auf die erste Flash-Website gefreut. Ich habe keine gesucht, da ich immer noch der Meinung bin: Tut nich‘ Not. Nun hat Christian Brennr mir mit einen Tweet eine Website geliefert. Seit langer Zeit mal wieder eine unnötigee an der Zielgruppe vorbei entworfene Katastrophe. Also ran ans Galaxy Tab. Hurra? Hurra! Es wird angezeigt. Ich schaffe es nach ca 20 Klicks pro Eingabefeld das eine oder andere dort einzugeben, um dann den 2. Totalabturz des Galaxy Tabs miterleben zu dürfen. Flash Anwendungen leben von detaillreichen Inhalten, die sich bewegen und auf Benutzerinteraktion reagieren. DAS PASST EINFACH NICHT ZU SO EINEM GERÄT. Punkt. (Ausnahme: nur zum Anzeigen. Dann könnte es Spaß machen)
2. Stabilität: Wie also am Schluss von 1 angedeutet war meine erste Suche zur Bedienung leider die Tastenkombo nach einem Reset des Systems wenn halt nix mehr tut. Also damit ihr nicht alle zwischen Hard- und Softreset unterscheiden müsst: Reboot ist der Softreset mittels Powerknopf und Lautstärke erhöhen gleichzeitig für längere Zeit drücken. Gut merken! Braucht man wohl jeden Tag mal. Ach ja: und ein bißchen dran gewöhnen, wenn die eine oder andere App mit einer technischen Fehlermeldung großflächig abschmiert. Facebook machte das bei mir alle paar Minuten.
3. Bedienung: Die geht anfänglich einigermaßen von der Hand, aber in Details dann ein Grauen. Ich schreibe diesen Artikel in der WordPress-App auf dem Galaxy Tab und werde wohl nur wegen der Links nochmal kurz an den PC gehen. Was wirklich eine Herausforderung ist: Copy&Paste. Trotz Multitasking kaum zwischen 2 Apps zu bewältigen. Es sin viele viele Klick notwendig. Sehr enttäuschend.
4. Bildschirmgröße: Weder Fisch noch Fleisch. Wie in meinem ersten Artikel über das Thema beschrieben. Da muss ich leider bei bleiben. Unhandlicher als ein Smartphone, schlechter als ein.iPad. Die Zielgruppe wird sehr speziell sein. Webseiten sind vielfach dann doch wieder zu groß für das Galaxy Tab und werden nicht komplett dargestellt.

Also Sorry. Ich kann ihm kaum was abgewinnen. Und ich befürchte Frust beim Beschenkten, wenn es unter dem Baum liegt. Für Tekkies kann es schon Spaß machen.

UPDATE:
Leider habe ich mittlerweile auch recht schlechte Erfahrungen mit der Browserperformance gemacht. Im Vergleich zu iPad ist der mitgelieferte Browser sehr langsam. Bei Opera habe ich das Gefühl, dass er für niedrigere Bildschirmauflösungen gemacht wurde und die Inhalte auf die Galaxy Tab Größe skaliert. Sieht nicht schön aus. Evtl. muss man da noch irgendwo was einstellen.

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Eine Antwort zu Sorry: Schon wieder iPad vs. Galaxy Tab

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